Das letzte Wochenende war ich mit
Kiki in
Luxor, und haben die fast
touristenfreie Stadt und die Tempel
drum herum genossen. Da es für uns beide nicht das erste Mal in
Luxor war und wir beim letzten Mal schon die großen Tempel in und um
Luxor herum besichtigt hatten, haben wir bei diesem Besuch zwei Tempel besichtigt, die ein ganzes Stück außerhalb von
Luxor liegen, nämlich die Tempelanlagen
Abydos und
Dendara.
Abydos liegt etwa 160 km nördlich von
Luxor und war dem Totengott
Osiris gewidmet. Dieser Tempel war für die alten Ägypter der wichtigste Pilgerort, den jeder Ägypter damals einmal in seinem Leben besucht haben sollte, denn es hieß, dass
Osiris' Kopf hier begraben war.

Der Tempel in
Abydos ist einer der
besterhaltensten Tempel Ägyptens und besonders beeindruckend war für mich, wie gut die Farben im Inneren des Tempels noch erhalten waren.

Im Eingangsbereich läuft man durch eine riesige Säulenhallen. Unglaublich, wenn man sich vorstellt, mit welchen primitiven Werkzeugen und Hilfsmitteln die Menschen früher so etwas bauen konnten!

Im Gegensatz zu den Grabkammern im Tal der Könige, in denen nach dem Tod eines
Pharaos ja immer sehr schnell gearbeitet werden musste (die
Pharaos wurden manchmal ja nicht besonders alt und die Gräber wurden nach dem Tod ja verschlossen) hatten die Menschen in den Tempeln mehr Zeit und das merkt man an vielen kleinen Details. Das ist mir besonders bei dieser Darstellung aufgefallen:

Diese fast noch vollständig bunt erhaltenen Kammern waren sehr beeindruckend. Hier steht
Kiki in einer der Kammern.

Von
Abydos aus fuhren wir zu den Tempelanlagen in
Dendara, die der Göttin
Hathor gewidmet waren. Auch hier war außer uns und zwei anderen Besuchern keine Menschenseele.

Auch hier war im
Eingangsbereich des Haupttempels eine große Säulenhalle. Besonders unter der Decke waren hier die Farben noch gut erhalten.

Auf dem Dach des Tempels gibt es ein kleines Kanalssystem, das das Regenwasser zu
Wasserspeiern leitete. Die Menschen glaubten, dass das Wasser, das zuvor über heilige Worte auf dem Tempeldach geflossen war, besondere Heilkräfte hatte. Hier seht ihr einige der
Wasserspeier.
Auf der Tempelanlage gibt es außer dem
Hathor-Tempel auch noch einen römischen Tempel, eine
koptische Basilika (die seht ihr auf dem Bild unten) und einen heiligen See (der ist allerdings schon längst ausgetrocknet und einen Tempel, der der Göttin
Isis geweiht war.

Danach ging es zurück nach
Luxor, wo wir erstmal etwas gegessen haben mit Blick auf den wunderschönen blauen Nil. Wir haben diesmal auf der
Westseite gewohnt, das ist die ruhigere und grünere Hälfte von
Luxor. Es ist echt so grün, im Vergleich zu
Hurghada!

So hat es bei uns um die Ecke ausgesehen:

Und solche
Warane sollen in den Kanälen des Nils hausen:

Um in das Zentrum zu kommen, mussten wir dann also über den Nil übersetzen. Hier seht ihr rechts schon in klein den
Luxor Tempel.

Abends waren wir dort auf dem
Souq. Dort war die Tatsache, dass kaum Touristen da waren, für uns eher unvorteilhaft. Alle Aufmerksamkeit hat sich auf uns gerichtet und es war echt ein stressiger Spießrutenlauf durch die engen Gassen. Obwohl es wirklich schöne Sachen dort zu kaufen gab (und ich auch einige Sachen gekauft habe), war ich irgendwann doch echt wieder froh, aus dem Trubel heraus zu kommen! Und abends konnten wir uns dann auch noch den
Luxor Tempel bei Nacht anschauen. Das war dann ein schöner Abschluss des Tages!