Freitag, 30. September 2011
Sonntag, 11. September 2011
neuer Blog
My life in Hurghada is over... Wen es interessiert, wie es mir in meiner neuen Heimat ergeht, findet meinen neuen Blog unter http://allein-unter-schwaben.blogspot.com Ma'asalama!
Sonntag, 17. Juli 2011
Die letzen Tage
Am Donnerstag war der letzte Tag an der Schule, danach hat das große Ausmisten und Aufräumen, erst in der Schule und dann in der Wohnung angefangen. Glaubt mir, packen und putzen bei 40°C sind kein Vergnügen! Aber es war bisher einigermaßen erfolgreich, habe nach ewigem Hin- und Herpacken jetzt tatsächlich 30 kg in dem einen, und 20 kg in dem anderen Koffer, genau wie es sein soll. Hoffentlich fallen mir jetzt nicht noch Sachen ein, die ich unbedingt noch einpacken muss! Ein paar Kollegen sind schon in Deutschland, eine davon hat folgenden Abschiedssatz auf Facebook hinterlassen: To take leave is always a little die. Na, wer erkennt, welches bekannt Zitat meine Kollegin hier in English for Runnaways übersetzt hat. (Und nein, sie hat das nicht als Witz gemeint, das war ihr voller Ernst!)
Freitag, 1. Juli 2011
Abschiedsgeschenk
Nachdem gestern unser letzter offizielle Tag des Schuljahres war (bevor wir noch zwei Wochen nacharbeiten) sind trotzdem schon einige in Abschiedsstimmung. Einige Kollegen sind gestern sang- und klanglos verschwunden ohne auch nur ein Tschüss und eine richtige Abschiedsfeier wollte niemand organisieren. Aber unsere Schulbesitzer lädt heute abend einige Kollegen zum Essen ein. Da ihr Abschiedsgeschenk an Steffi und mich doch sehr großzügig ausgefallen ist (zwei Wochen Urlaub in einem ihrer Hotels nach Wahl für zwei Personen, Flug inkl.!) hatten Steffi und ich das Problem, dass wir ja irgendeine Art und Weise finden mussten, uns irgendwie wenigstens ein bisschen dafür zu bedanken. Aber was schenkt man jemanden, der abartig reich ist und schon alles hat? Wir haben dann die Idee gehabt, ihr ein Fotomosaik mit dem Schullogo zu machen, und das haben wir auch gemacht. Das Mosaik haben wir ganz groß ausdrucken lassen und es sieht echt cool aus! Ich zeige euch mal, wie es aussieht, auch wenn die einzelnen Mosaiksteine so kaum erkennbar sind.
Sonntag, 26. Juni 2011
Stelle in Deutschland
Es gab gute Neuigkeiten für mich aus Deutschland: meine Stelle in Deutschland ist sicher! Und auf's Dorf muss ich auch nicht ziehen, denn wie es aussieht, werde ich ab Steptember in Tübingen arbeiten! Ich freue mich schon sehr und hoffe, einige von euch werden einen Besuch in Tübingen ab Herbst einplanen! :-)
Ansonsten gibt es gerade nicht wahnsinnig viel zu schreiben. Der offizielle Teil unseres Schuljahres endet am Donnerstag, bis dahin müssen alle Zeugnisse und Berichte fertig sein und das ist - wie jedes Jahr aufs Neue - immer wieder viel Arbeit, aber ein Ende ist ja in Sicht. Ab nächster Woche tanzen wir dann auf den Tischen, denn sowohl unsere Schulleiterin als auch unser stellvertretender Schulleiter verlassen uns frühzeitig, d.h. wir können mit den Kindern zwei Wochen lang mehr oder weniger machen, was wir wollen. Mit dem Stoff sind wir durch, Arbeiten werden keine mehr geschrieben und auch Hausaufgaben wird es keine mehr geben. Dafür ist auch nur noch ein Drittel der Lehrer in der Schule, es wird also allein schon mit den Aufsichten genug zu tun geben.
Was gibt's sonst Neues? Bei mir um die Ecke hat der erste Döner-Laden in Hurghada aufgemacht (Döner King). Ganz echt, mit Deutsch-Türken im Laden! Schmeckt auch echt fast wie in Deutschland. Ansonsten ist es heiß, selbst nachts kühlt es nicht mehr ab. Also drückt mir die Daumen, dass die Klimaanlagen in der Schule durchhalten!!!
Ansonsten gibt es gerade nicht wahnsinnig viel zu schreiben. Der offizielle Teil unseres Schuljahres endet am Donnerstag, bis dahin müssen alle Zeugnisse und Berichte fertig sein und das ist - wie jedes Jahr aufs Neue - immer wieder viel Arbeit, aber ein Ende ist ja in Sicht. Ab nächster Woche tanzen wir dann auf den Tischen, denn sowohl unsere Schulleiterin als auch unser stellvertretender Schulleiter verlassen uns frühzeitig, d.h. wir können mit den Kindern zwei Wochen lang mehr oder weniger machen, was wir wollen. Mit dem Stoff sind wir durch, Arbeiten werden keine mehr geschrieben und auch Hausaufgaben wird es keine mehr geben. Dafür ist auch nur noch ein Drittel der Lehrer in der Schule, es wird also allein schon mit den Aufsichten genug zu tun geben.
Was gibt's sonst Neues? Bei mir um die Ecke hat der erste Döner-Laden in Hurghada aufgemacht (Döner King). Ganz echt, mit Deutsch-Türken im Laden! Schmeckt auch echt fast wie in Deutschland. Ansonsten ist es heiß, selbst nachts kühlt es nicht mehr ab. Also drückt mir die Daumen, dass die Klimaanlagen in der Schule durchhalten!!!
Freitag, 6. Mai 2011
Heißluftballon
Ganz kurzfristig hat es sich ergeben, dass Steffi und ich heute mit zu einer Heißluftballonfahrt durften! Ich hatte mich eigentlich auf das Ausschlafen heute morgen gefreut, aber mit der Aussicht auf eine Fahrt im Heißluftballon bin ich doch gerne um 3 Uhr aufgestanden! Wir mussten nämlich schon im Dunkeln losfahren um dann beim frühen Morgenlicht in der Wüste zu sein. So mitten in der Wüste im Nirgendwo zu sein am frühen Morgen, das alleine war irgendwie ja schon schön. Wir haben Tee und Kuchen gefrühstückt und zugeschaut, wie der Ballon zuerst mit großen Windmaschinen aufgeblasen wurde und dann aufgeheizt wurde. 
Und je größer der Ballon wurde, desto größer wurde auch die Vorfreude auf die Fahrt! Es war dann auch echt total schön, langsam in die Höhe abzuheben und dann über der Wüste zu schweben. In der Wüste denkt man immer, da ist ja nichts, nur Sand. Von oben sieht man dann aber die Sandformationen.
Auch einige Pflanzen konnten wir vom Ballon aus sehen.
Nach der Landung hab ich sie mir auch ein bisschen näher angesehen. Steffi meinte, die eine Pflanze gibt es bei IKEA zu kaufen und sei praktisch unkaputtbar. Kein Wunder, wer es in dieser Wüste übersteht, der überlebt auch jede Studi-WG!
War echt ein tolles Erlebnis!!

Und je größer der Ballon wurde, desto größer wurde auch die Vorfreude auf die Fahrt! Es war dann auch echt total schön, langsam in die Höhe abzuheben und dann über der Wüste zu schweben. In der Wüste denkt man immer, da ist ja nichts, nur Sand. Von oben sieht man dann aber die Sandformationen.
Auch einige Pflanzen konnten wir vom Ballon aus sehen.
Nach der Landung hab ich sie mir auch ein bisschen näher angesehen. Steffi meinte, die eine Pflanze gibt es bei IKEA zu kaufen und sei praktisch unkaputtbar. Kein Wunder, wer es in dieser Wüste übersteht, der überlebt auch jede Studi-WG!War echt ein tolles Erlebnis!!
Samstag, 30. April 2011
Vorher - Nachher
Donnerstag, 28. April 2011
Osterferien in Dahab
Die letzte Woche hatte ich Osterferien und war in Dahab mit Moritz und Jörg (die beiden habe ich auf dem Weg in Sharm El Sheikh aufgegabelt). Meine treuen Leser haben schon jede Menge Fotos von Dahab gesehen, deswegen heute und jetzt ein paar Fotos von Dahab - aber unter Wasser! Ich habe nämlich dieses Mal ein paar echt schöne Tauchgänge gemacht.
Für zwei Tauchgänge sind wir ein bisschen weiter in den Süden gefahren und waren dort bei "The Caves" tauchen, zu deutsch also in den Höhlen! Also so sah es da überirdisch aus:
Und so sah es dann in den Höhlen aus. Hier seht ihr mich beim Tauchen!
Beim zweiten Tauchgang hatten wir dann echt viel Glück und haben eine Meeresschildkröte gesehen. Die ließ sich von uns nicht beirren und war vollkommen entspannt und hat uns ziemlich nah an sich rangelassen. Das war echt irre! Gerade vor diesem Tauchgang habe ich noch gefragt, wie denn die Chancen sind, eine Meeresschildkröte zu sehen und er meinte, dafür bräuchte man echt viel Glück!
Nicht nur das Tauchen war schön in Dahab, auch so hatten wir eine sehr schöne und entspannende Woche zusammen. Der nächste Dahab Besuch wird ja leider etwas länger als sonst auf sich warten lassen müssen, aber ich komme ganz bestimmt wieder!
Für zwei Tauchgänge sind wir ein bisschen weiter in den Süden gefahren und waren dort bei "The Caves" tauchen, zu deutsch also in den Höhlen! Also so sah es da überirdisch aus:
Und so sah es dann in den Höhlen aus. Hier seht ihr mich beim Tauchen!
Beim zweiten Tauchgang hatten wir dann echt viel Glück und haben eine Meeresschildkröte gesehen. Die ließ sich von uns nicht beirren und war vollkommen entspannt und hat uns ziemlich nah an sich rangelassen. Das war echt irre! Gerade vor diesem Tauchgang habe ich noch gefragt, wie denn die Chancen sind, eine Meeresschildkröte zu sehen und er meinte, dafür bräuchte man echt viel Glück!
Nicht nur das Tauchen war schön in Dahab, auch so hatten wir eine sehr schöne und entspannende Woche zusammen. Der nächste Dahab Besuch wird ja leider etwas länger als sonst auf sich warten lassen müssen, aber ich komme ganz bestimmt wieder!
Samstag, 2. April 2011
Zeitreise
Letzte Woche waren bei uns an der Schule Projekttage und gestern war unser Tag der offenen Tür. Wie immer war alles ein bisschen stressig und chaotisch in der Endspurt-Phase, aber soweit haben wir alles gut hinbekommen. Das Thema der Projektwoche war "Zeitreise". Ich habe mit meiner Klasse einen Animationsfilm gedreht, den ich hier natürlich gerne mit euch teile!
Mittwoch, 23. März 2011
Luxor, Abydos & Dendara
Das letzte Wochenende war ich mit Kiki in Luxor, und haben die fast touristenfreie Stadt und die Tempel drum herum genossen. Da es für uns beide nicht das erste Mal in Luxor war und wir beim letzten Mal schon die großen Tempel in und um Luxor herum besichtigt hatten, haben wir bei diesem Besuch zwei Tempel besichtigt, die ein ganzes Stück außerhalb von Luxor liegen, nämlich die Tempelanlagen Abydos und Dendara.
Abydos liegt etwa 160 km nördlich von Luxor und war dem Totengott Osiris gewidmet. Dieser Tempel war für die alten Ägypter der wichtigste Pilgerort, den jeder Ägypter damals einmal in seinem Leben besucht haben sollte, denn es hieß, dass Osiris' Kopf hier begraben war.
Der Tempel in Abydos ist einer der besterhaltensten Tempel Ägyptens und besonders beeindruckend war für mich, wie gut die Farben im Inneren des Tempels noch erhalten waren.
Im Eingangsbereich läuft man durch eine riesige Säulenhallen. Unglaublich, wenn man sich vorstellt, mit welchen primitiven Werkzeugen und Hilfsmitteln die Menschen früher so etwas bauen konnten!
Im Gegensatz zu den Grabkammern im Tal der Könige, in denen nach dem Tod eines Pharaos ja immer sehr schnell gearbeitet werden musste (die Pharaos wurden manchmal ja nicht besonders alt und die Gräber wurden nach dem Tod ja verschlossen) hatten die Menschen in den Tempeln mehr Zeit und das merkt man an vielen kleinen Details. Das ist mir besonders bei dieser Darstellung aufgefallen:
Diese fast noch vollständig bunt erhaltenen Kammern waren sehr beeindruckend. Hier steht Kiki in einer der Kammern.
Von Abydos aus fuhren wir zu den Tempelanlagen in Dendara, die der Göttin Hathor gewidmet waren. Auch hier war außer uns und zwei anderen Besuchern keine Menschenseele.
Auch hier war im Eingangsbereich des Haupttempels eine große Säulenhalle. Besonders unter der Decke waren hier die Farben noch gut erhalten.
Auf dem Dach des Tempels gibt es ein kleines Kanalssystem, das das Regenwasser zu Wasserspeiern leitete. Die Menschen glaubten, dass das Wasser, das zuvor über heilige Worte auf dem Tempeldach geflossen war, besondere Heilkräfte hatte. Hier seht ihr einige der Wasserspeier.
Auf der Tempelanlage gibt es außer dem Hathor-Tempel auch noch einen römischen Tempel, eine koptische Basilika (die seht ihr auf dem Bild unten) und einen heiligen See (der ist allerdings schon längst ausgetrocknet und einen Tempel, der der Göttin Isis geweiht war.
Danach ging es zurück nach Luxor, wo wir erstmal etwas gegessen haben mit Blick auf den wunderschönen blauen Nil. Wir haben diesmal auf der Westseite gewohnt, das ist die ruhigere und grünere Hälfte von Luxor. Es ist echt so grün, im Vergleich zu Hurghada!
So hat es bei uns um die Ecke ausgesehen:
Und solche Warane sollen in den Kanälen des Nils hausen:
Um in das Zentrum zu kommen, mussten wir dann also über den Nil übersetzen. Hier seht ihr rechts schon in klein den Luxor Tempel.
Abends waren wir dort auf dem Souq. Dort war die Tatsache, dass kaum Touristen da waren, für uns eher unvorteilhaft. Alle Aufmerksamkeit hat sich auf uns gerichtet und es war echt ein stressiger Spießrutenlauf durch die engen Gassen. Obwohl es wirklich schöne Sachen dort zu kaufen gab (und ich auch einige Sachen gekauft habe), war ich irgendwann doch echt wieder froh, aus dem Trubel heraus zu kommen! Und abends konnten wir uns dann auch noch den Luxor Tempel bei Nacht anschauen. Das war dann ein schöner Abschluss des Tages!
Abydos liegt etwa 160 km nördlich von Luxor und war dem Totengott Osiris gewidmet. Dieser Tempel war für die alten Ägypter der wichtigste Pilgerort, den jeder Ägypter damals einmal in seinem Leben besucht haben sollte, denn es hieß, dass Osiris' Kopf hier begraben war.
Der Tempel in Abydos ist einer der besterhaltensten Tempel Ägyptens und besonders beeindruckend war für mich, wie gut die Farben im Inneren des Tempels noch erhalten waren.
Im Eingangsbereich läuft man durch eine riesige Säulenhallen. Unglaublich, wenn man sich vorstellt, mit welchen primitiven Werkzeugen und Hilfsmitteln die Menschen früher so etwas bauen konnten!
Im Gegensatz zu den Grabkammern im Tal der Könige, in denen nach dem Tod eines Pharaos ja immer sehr schnell gearbeitet werden musste (die Pharaos wurden manchmal ja nicht besonders alt und die Gräber wurden nach dem Tod ja verschlossen) hatten die Menschen in den Tempeln mehr Zeit und das merkt man an vielen kleinen Details. Das ist mir besonders bei dieser Darstellung aufgefallen:
Diese fast noch vollständig bunt erhaltenen Kammern waren sehr beeindruckend. Hier steht Kiki in einer der Kammern.
Von Abydos aus fuhren wir zu den Tempelanlagen in Dendara, die der Göttin Hathor gewidmet waren. Auch hier war außer uns und zwei anderen Besuchern keine Menschenseele.
Auch hier war im Eingangsbereich des Haupttempels eine große Säulenhalle. Besonders unter der Decke waren hier die Farben noch gut erhalten.
Auf dem Dach des Tempels gibt es ein kleines Kanalssystem, das das Regenwasser zu Wasserspeiern leitete. Die Menschen glaubten, dass das Wasser, das zuvor über heilige Worte auf dem Tempeldach geflossen war, besondere Heilkräfte hatte. Hier seht ihr einige der Wasserspeier.
Auf der Tempelanlage gibt es außer dem Hathor-Tempel auch noch einen römischen Tempel, eine koptische Basilika (die seht ihr auf dem Bild unten) und einen heiligen See (der ist allerdings schon längst ausgetrocknet und einen Tempel, der der Göttin Isis geweiht war.
Danach ging es zurück nach Luxor, wo wir erstmal etwas gegessen haben mit Blick auf den wunderschönen blauen Nil. Wir haben diesmal auf der Westseite gewohnt, das ist die ruhigere und grünere Hälfte von Luxor. Es ist echt so grün, im Vergleich zu Hurghada!
So hat es bei uns um die Ecke ausgesehen:
Und solche Warane sollen in den Kanälen des Nils hausen:
Um in das Zentrum zu kommen, mussten wir dann also über den Nil übersetzen. Hier seht ihr rechts schon in klein den Luxor Tempel.
Abends waren wir dort auf dem Souq. Dort war die Tatsache, dass kaum Touristen da waren, für uns eher unvorteilhaft. Alle Aufmerksamkeit hat sich auf uns gerichtet und es war echt ein stressiger Spießrutenlauf durch die engen Gassen. Obwohl es wirklich schöne Sachen dort zu kaufen gab (und ich auch einige Sachen gekauft habe), war ich irgendwann doch echt wieder froh, aus dem Trubel heraus zu kommen! Und abends konnten wir uns dann auch noch den Luxor Tempel bei Nacht anschauen. Das war dann ein schöner Abschluss des Tages!
Samstag, 12. März 2011
Die Schule läuft jetzt wieder seit drei Wochen und der Schulalltag hat mich wieder. Die einzige Änderung war bisher, dass wir aus Sicherheitsgründen den Faschingsumzug dieses Jahr am Rosenmontag ausfallen haben lassen. Da war aber nun wirklich niemand traurig darüber, denn weder Kinder, Eltern und schon gar nicht Lehrer mochten diesen Umzug (es war eine reine Werbeveranstaltung für die Schule). Der Unterricht wird im Juli zwei Monate verlängert, das sind weniger erfreuliche Neuigkeiten, aber irgendwie müssen wir den verpassten Schulstoff eben nacharbeiten. Drückt mir also die Daumen, dass unsere Klimaanlagen in der Schule bei knapp 50°C nicht den Geist aufgeben werden!
Meine Schwester Kiki ist letzte Woche zu Besuch gekommen. Und obwohl es ja ihr Urlaub ist, waren wir heute doch fleißig und haben mitgeholfen, Hurghada zu säubern und haben stundenlang Müll aufgesammelt bei einer Putzaktion in meinem Stadtviertel. Vielleicht nur ein Tropfen auf den heißen Stein, denn wir haben nur in zwei Straßen gearbeitet und selbst diese nicht vollständig vom Müll befreien können. Aber wir haben viele Ladenbesitzer und Anwohner zum mitputzen motiviert und ich bin mir sicher, die werden sich beim nächsten Mal zweimal überlegen ob sie den Müll einfach wieder auf die Straße schmeißen oder die paar Meter zur nächsten Mülltonne laufen. Viele Menschen, die uns nicht tatkräftig helfen konnten oder wollten, wollten uns aber trotzdem was Gutes tun und haben uns anderweitig unterstützt. Von den Kioskbesitzern haben wir Getränkedosen bekommen, der Saftladen hat uns frisch gepressten Saft gesponsert, der Obsthändler hat uns Bananen gebracht und ein Mann hat großzügig seine Zigaretten an uns verteilt (bei den beiden letzteren Angeboten habe ich danken abgelehnt). Oh, eine Kappe mit Hurghada drauf hat ein Junge an uns verteilt, die hab ich aber gleich an meinen Doorman weiter verschenkt. Nachdem wir also hart gearbeitet haben, haben wir uns einen schönen Nachmittag an der Marina gemacht.
Meine Schwester Kiki ist letzte Woche zu Besuch gekommen. Und obwohl es ja ihr Urlaub ist, waren wir heute doch fleißig und haben mitgeholfen, Hurghada zu säubern und haben stundenlang Müll aufgesammelt bei einer Putzaktion in meinem Stadtviertel. Vielleicht nur ein Tropfen auf den heißen Stein, denn wir haben nur in zwei Straßen gearbeitet und selbst diese nicht vollständig vom Müll befreien können. Aber wir haben viele Ladenbesitzer und Anwohner zum mitputzen motiviert und ich bin mir sicher, die werden sich beim nächsten Mal zweimal überlegen ob sie den Müll einfach wieder auf die Straße schmeißen oder die paar Meter zur nächsten Mülltonne laufen. Viele Menschen, die uns nicht tatkräftig helfen konnten oder wollten, wollten uns aber trotzdem was Gutes tun und haben uns anderweitig unterstützt. Von den Kioskbesitzern haben wir Getränkedosen bekommen, der Saftladen hat uns frisch gepressten Saft gesponsert, der Obsthändler hat uns Bananen gebracht und ein Mann hat großzügig seine Zigaretten an uns verteilt (bei den beiden letzteren Angeboten habe ich danken abgelehnt). Oh, eine Kappe mit Hurghada drauf hat ein Junge an uns verteilt, die hab ich aber gleich an meinen Doorman weiter verschenkt. Nachdem wir also hart gearbeitet haben, haben wir uns einen schönen Nachmittag an der Marina gemacht.
Freitag, 18. Februar 2011
Der Weg zurück in die Normalität
Seit Mubarak seinen Rücktritt erklärt hat, hat sich die Stimmung im Land gewaltig verändert. Es ist, als wäre ein großer Ruck durch das ganze Land gegangen! Wenn die Ägypter es gemeinsam schaffen, das Regime abzuschaffen, dann schaffen sie alles, was sie wollen! Also heute will ich mal über ein paar positive Dinge schreiben, die die Revolution so mit sich gebracht hat:
Nach dem Anschlag auf die Kirche in Alexandria Ende letzten Jahres war das Verhältnis zwischen Christen und Muslimen eher angespannt. Doch auf dem Tahrirplatz machte es dann plötzlich keinen Unterschied mehr, welcher Religion man angehört. Alle haben zusammen für das selbe Ziel gekämpft! Als die Moslems Freitags ihre Gebete gemacht haben, haben die Christen sie durch eine Menschenkette geschützt, Sonntags haben die Christen dann gefeiert und die Moslems haben sie abgeschirmt.
Bei uns am Roten Meer trifft es die Menschen gerade echt hart, weil die Touristen ja erstmal wegbleiben (egal ob sie trotzdem kommen wollten oder nicht, die Flüge waren ja gestrichen). Morgen kommen aber zum ersten Mal wieder fünf Flugzeuge aus Deutschland, es gibt nämlich auch Leute, die jetzt gerade ganz bewusst nach Ägypten reisen, um die Leute hier zu unterstützen.
Am Montag gab es hier eine große Party in Hurghada unter dem Motto "I love Egypt". Es gab eine große Bühne mit Livemusik, alle Touristen aus allen Hotels, die gerade noch da sind, wurden mit Bussen hergebracht und Essen und Trinken wurde von Hotels und Restaurants hier gesponsert. Ziel war es eigentlich zu zeigen, dass die Touristen keine Angst haben müssen, wieder herzukommen. Viele Ägypter hatten Schilder auf denen Stand: "Dear Tourists. Don't leave. We'll protect you!" Natürlich gab es auch genug Zeit zu feiern, dass Mubarak weg ist. Besonders gut kam das Lied "Stand up for your rights" an in einer umgedichteten Version über den korrupten Mubarak.
Übers Internet wurden immer wieder die Leute in Kairo dazu aufgefordert, den Tahrir Square so ordentlich wie möglich zu halten. Die Leute wollten nicht, dass der Platz dreckig wird, weil sonst ja die ganze Welt gedacht hätte: wenn die Ägypter nicht einmal den Platz sauber halten können, wie wollen die dann das Land ohne den allmächtigen Mubarak leiten. Also der Platz war tatsächlich immer blitzsauber und nach den großen Freudenfeiern kamen tatsächlich hunderte von Leuten und haben mitgeholfen aufzuräumen. Diese Welle ist heute auch nach Hurghada geschwappt! Ich dachte heute noch, als ich unterwegs war, dass es seltsam war, dass alle Leute am putzen waren. Ich bin die Sheraton Straße entlang gelaufen und überall wurde geputzt und aufgeräumt. Schlaglöcher wurden geflickt, Müll weggeräumt, gekehrt, geschrubbt, es war wirklich seltsam. Als ich dann gerade im Internet war habe ich den Aufruf bei Facebook gesehen, dass heute alle helfen sollen, die Stadt aufzuräumen. Na, also jetzt können die Touris wieder kommen!
Bei mir geht am Sonntag die Schule wieder los nach drei Wochen Zwangspause. Die letzte Woche habe ich mit meiner Klasse Notunterricht gemacht. In einem leerstehendem Frisörladen! War lustig und wir haben das beste aus der Situation gemacht, aber ich freue mich, wenn es wieder ganz normal an der Schule weitergeht.
Nach dem Anschlag auf die Kirche in Alexandria Ende letzten Jahres war das Verhältnis zwischen Christen und Muslimen eher angespannt. Doch auf dem Tahrirplatz machte es dann plötzlich keinen Unterschied mehr, welcher Religion man angehört. Alle haben zusammen für das selbe Ziel gekämpft! Als die Moslems Freitags ihre Gebete gemacht haben, haben die Christen sie durch eine Menschenkette geschützt, Sonntags haben die Christen dann gefeiert und die Moslems haben sie abgeschirmt.
Bei uns am Roten Meer trifft es die Menschen gerade echt hart, weil die Touristen ja erstmal wegbleiben (egal ob sie trotzdem kommen wollten oder nicht, die Flüge waren ja gestrichen). Morgen kommen aber zum ersten Mal wieder fünf Flugzeuge aus Deutschland, es gibt nämlich auch Leute, die jetzt gerade ganz bewusst nach Ägypten reisen, um die Leute hier zu unterstützen.
Am Montag gab es hier eine große Party in Hurghada unter dem Motto "I love Egypt". Es gab eine große Bühne mit Livemusik, alle Touristen aus allen Hotels, die gerade noch da sind, wurden mit Bussen hergebracht und Essen und Trinken wurde von Hotels und Restaurants hier gesponsert. Ziel war es eigentlich zu zeigen, dass die Touristen keine Angst haben müssen, wieder herzukommen. Viele Ägypter hatten Schilder auf denen Stand: "Dear Tourists. Don't leave. We'll protect you!" Natürlich gab es auch genug Zeit zu feiern, dass Mubarak weg ist. Besonders gut kam das Lied "Stand up for your rights" an in einer umgedichteten Version über den korrupten Mubarak.
Übers Internet wurden immer wieder die Leute in Kairo dazu aufgefordert, den Tahrir Square so ordentlich wie möglich zu halten. Die Leute wollten nicht, dass der Platz dreckig wird, weil sonst ja die ganze Welt gedacht hätte: wenn die Ägypter nicht einmal den Platz sauber halten können, wie wollen die dann das Land ohne den allmächtigen Mubarak leiten. Also der Platz war tatsächlich immer blitzsauber und nach den großen Freudenfeiern kamen tatsächlich hunderte von Leuten und haben mitgeholfen aufzuräumen. Diese Welle ist heute auch nach Hurghada geschwappt! Ich dachte heute noch, als ich unterwegs war, dass es seltsam war, dass alle Leute am putzen waren. Ich bin die Sheraton Straße entlang gelaufen und überall wurde geputzt und aufgeräumt. Schlaglöcher wurden geflickt, Müll weggeräumt, gekehrt, geschrubbt, es war wirklich seltsam. Als ich dann gerade im Internet war habe ich den Aufruf bei Facebook gesehen, dass heute alle helfen sollen, die Stadt aufzuräumen. Na, also jetzt können die Touris wieder kommen!
Bei mir geht am Sonntag die Schule wieder los nach drei Wochen Zwangspause. Die letzte Woche habe ich mit meiner Klasse Notunterricht gemacht. In einem leerstehendem Frisörladen! War lustig und wir haben das beste aus der Situation gemacht, aber ich freue mich, wenn es wieder ganz normal an der Schule weitergeht.
Freitag, 11. Februar 2011
Achterbahn der Gefühle
Nach 18 Tagen der Proteste kam heute endlich die erlösende Nachricht: der alte Mann geht endlich nun doch! Die letzten zwei Wochen waren zermürbend, langweilig, manchmal hoffnungsvoll und dann doch wieder deprimierend. Der Tag gestern war am allerschlimmsten. Morgens treffe ich noch die Elternvertreterin unserer Schule und wir hatten große Hoffnungen, dass die Schule am Sonntag wieder aufmachen kann. Gegen Mittag kam dann die niederschmetternde Nachricht, dass die Schule vorraussichtlich noch mindestens eine weitere Woche geschlossen bleiben muss. Schon wieder eine weitere Woche, und dann wusste ja niemand, ob es bei der einen Woche bleibt oder ob die Schule sogar noch länger geschlossen bleiben muss. Am späten Nachmittag kamen dann Gerüchte auf, Mubarak könnte zurücktreten. Meine erste Reaktion war Skepsis, aber immer mehr Nachrichtensender waren überzeugt davon, CNN, BBC und ZDF hatten alle ihre Experten, die sich sicher waren, dass er eben dies in seiner Ansprache an das Volk verkündigen würde. Die erste live Ansprache in seiner nun doch schon etwas länger andauernden Amtszeit. Und es wurde verlautet, er würde allen Forderungen der Protestler erfüllen, na wenn das keine guten Aussichten waren. Die Erwartungen stiegen ins Unermessliche, besonders weil die Rede immer wieder nach hinten verschoben wurde. Immer mehr Leute sind auf den Tahrir-Platz geströmt, alle waren in freudiger Erwartungen - und dann diese herbe Enttäuschung!! Was für eine blöde Rede!! Das konnte ja wohl nicht sein Ernst sein! Ich bin irgendwann ins Bett gegangen, meine Laune war extrem schlecht, würde sagen, das war mein persönlicher Tiefpunkt bisher in den letzten zwei Wochen. Und als ich aufgewacht bin, war die Laune immer noch schlecht. Und krank hab ich mich dann auch noch gefühlt, ich wollte eigentlich gar nicht erst aufstehen. Irgendwann musste ich ja dann doch aufstehen und eigentlich wollte ich heute gar keine Nachrichten anschauen. Habe ich dann aber doch irgendwann, und dann wurde da eine Bekanntgabe von Mubarak angekündigt. Ich hatte da überhaupt keine Erwartungen, besonders nicht nach der Rede von gestern. Also war ich echt total überrascht, als dann verkündigt wurde, dass Mubarak zurück tritt. Ich konnte es erst gar nicht glauben! Bei mir im Haus gab es Freudenschreie irgendwo aus den oberen Stockwerken und kurz danach Autokorsos und Jubeltänze auf den Straßen. Dann die Bilder aus Kairo, die werden mir noch lange in Erinnerung bleiben. Tja, und meine Laune war dann auch wieder bestens! Klar ist noch nicht alles geregelt und kleine Unsicherheiten bleiben, aber für heute denke ich da noch nicht dran und freue mich und bin erleichtert, dass das bange Warten, Hoffen, Enttäuschtwerden vor dem Fernseher jetzt hoffentlich erstmal vorbei ist.
Mittwoch, 2. Februar 2011
...und immer noch Unruhen
Seit heute habe ich wieder Internet, die letzten Tage war also nicht nur Google und Facebook gesperrt, sondern das komplette Internet. Da merkt man erstmal, wie abhängig man doch davon ist! Gerade in Zeiten, in denen es so unruhig im Land war. Also um alle zu beruhigen, hier in Hurghada ist alles sehr ruhig und eigentlich so wie immer. Die Hotels sind (noch!) voll, das wird sich allerdings in der nächsten Zeit ändern. Das wird Hurghada hart treffen, hier sind doch fast alle direkt oder indirekt vom Tourismus abhängig und viele haben Angst, wie es hier weitergeht, die Hoteliers, die Tauchbasen, die Souvenirshops und die Restaurants... Naja, und unsere Schule bleibt jetzt auf jeden Fall noch bis zum 13. Februar geschlossen. Vielleicht machen wir Notunterricht in der nächsten Woche, vielleicht bin ich da schon wieder in Deutschland. Gerade ist alles sehr unklar, wie es weitergeht. Für alle Fälle habe ich einen Notkoffer schon gepackt und zum Flughafen sind es ja nur ein paar Minuten. Manche Länder haben schon ihre Landsleute ausgeflogen, gestern kam ein Flugzeug aus der Türkei und hat alle türkischen Landsleute ausgeflogen. Da war ich gerade im Grand Hotel, da ist der Hotelmanager Türke und der hat einen Großteil der Angestellten aus der Türkei angeheuert. Knall auf Fall mussten die dann alle gehen, und eine halbe Stunde später am Flughafen sein. Das war schon hart, Tränen sind geflossen und die wussten ja auch nicht, wann und ob sie wieder kommen. Seit heute morgen geht ja wieder das Internet, da haben dann auch alle Eltern der Schule dann über eine Facebook Statusanzeige mitgeteilt, dass die Schule länger geschlossen bleibt. Naja, nachdem die Proteste in Kairo heute Abend nochmal so richtig eskalieren, war das ja vielleicht doch eine gute Entscheidung. Man weiß es eben nicht. Also, wenn's was Neues gibt, melde ich mich wieder. Ansonsten harre ich hier erstmal der Dinge, im Moment ist hier nichts zu befürchten. Hoffentlich bleibt es auch so!
Donnerstag, 27. Januar 2011
Unruhen im Land
Mit Bestürzung habe ich in letzten Tagen die gewaltsam niedergeschlagenen Proteste und Ausschreitungen in Ägypten verfolgt. Hier in Hurghada ist bisher alles ruhig geblieben, aber für das Wochenende sind angeblich auch hier Prosteste geplant. Seit heute ist für uns hier Facebook gesperrt, angeblich sollen auch bald Googlemail und Blogspot geblockt werden, also vielleicht auch bald mein Blog und eine meiner Emailadressen! Also falls ich mich bald nicht mehr melde, dann macht euch mal nicht gleich Sorgen. Hier ist die Lage noch ziemlich entspannt und ich bin vielleicht nur von der Außenwelt abgeschottet.
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