Donnerstag, 27. Januar 2011
Unruhen im Land
Samstag, 27. November 2010
Auf den Spuren der frühen Christen
Letztes Wochenende war ich mit David und Eva, die gerade aus Deutschland zu Besuch war, im St. Antoniuskloster, etwa 250 km von uns entfernt mitten in der Wüste sozusagen. Es ist eins der ältesten Klöster überhaupt und wurde nach dem Tod des heiligen Antonius 356 n. Chr. gegründet.Der heilige Antonius lebte von 251 – 356 n. Chr. und wurde somit stolze 105 Jahre alt. Im Alter von achtzehn Jahren soll er sich entschlossen haben, ein Leben als Eremit zu führen und verließ das Elternhaus. Mit einer Karawane zog er in die Wüste und bezog in einer Höhle der kargen Berge Quartier, in der er bis zu seinem Tod lebte.
Der heilige Antonius empfing keine Besucher, im Gegenteil. Er verbot seinen Anhängern, sich in der Nähe der Höhle aufzuhalten, weshalb sie wohl am Fuß des Berges ausharrten. Und genau an dieser Stelle wurde nach dem Tod des Heiligen Antonius das Antoniuskloster gegründet.
Die Anlage des St. Antoniusklosters umfasst Kirchen, Wohnräume und Gärten. Es gibt auch eine Bäckerei dort. Hier stellen Lauren, Shady und Melody das Mehlmahlen nach. Der Mönch, der uns herumgeführt hatte, hat die Inszenierung des Fotos übernommen!
Bis etwa 1970 wurde das St. Antoniuskloster von gerade mal vier Mönchen in Stand gehalten. Heute bewohnen etwa 120 Mönche das Kloster und kümmern sich hauptsächlich um die medizinische Versorgung der Beduinen und der Dorfbewohner im Umland. Das ist einer der Mönche, der uns das Kloster gezeigt hat. Neben David steht eine Christin, die sogar extra aus Indien gekommen ist, um das Kloster anzusehen!
dem Grab des Heiligen Antonius wurde die Antoniuskirche erbaut.
Viele koptische Gemälde zieren die Wände der Kirche und stammen allesamt aus dem 13. bis 16. Jahrhundert. In den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts wurden die koptischen Gemälde restauriert.
Der Klosterbesuch war echt spannend. Man vergisst manchmal, dass es hier im muslimischen Ägypten so eine lange christliche Tradition gibt!
Mittwoch, 24. November 2010
Luxus in El Quesir

In El Quesir haben wir uns dann ein bisschen Luxus gegönnt und waren im Mövenpick Resort. Das Resort ist echt total schön. Man wohnt dort in kleinen Häuschen mit Runddach. Das war unser Ausblick aus unserem Häuschen:
Das war einer der Pools mit dem Meer im Hintergrund.
In El Quesir gibt es Wellen im Meer, teilweise sogar ziemlich hohe. In Hurghada sieht das Meer fast immer aus, wie ein riesiger See.
Direkt am Resort gab es ein Hausriff, was natürlich toll zum Tauchen war. Hier muss man nicht mit dem Boot rausfahren. Man muss nur ein paar Meter auf einem Steg ins Meer laufen und kann von dort reinspringen. Das war natürlich toll! Es gab echt viel zu sehen, sehr viele Blaupunktrochen, eine Riesenmuschel und viele Fische natürlich. Am besten kommen auf den Fotos aber meine neuen Lieblings-Unterwassertiere raus, die Moräne!
Wer hätte gedacht, dass ich diese Tiere (die ich früher echt gruselig fand) mittlerweile echt faszinierend finde?!
Montag, 15. November 2010
Kairo
Wir haben diese Woche Ferien! Morgen ist wieder das alljährliche Schlachtfest und ich werde mich morgen und übermorgen auf jeden Fall von der Innenstadt fernhalten, denn Blutlachen und blutige Handabdrücke überall muss ich wirklich nicht noch einmal sehen! Erstmal habe ich die freie Zeit genutzt und war mit Steffi in Kairo. Jetzt wo es nicht mehr ganz so heiß ist, hält man es auch gut einen Tag in der Stadt aus. Wir haben es uns richtig gut gehen lassen, haben uns das leckere Frühstück im Ramses Hilton gegönnt (es gibt dort sogar einen Schokobrunnen für die Waffeln und Pfannkuchen!) und man kann mit Blick auf den Nil frühstücken.Dann haben wir uns in den Trubel der Stadt gewagt und waren im Handwerkerviertel und beim Khan El Khalili.



Die kleinen Gassen dort sind manchmal wirklich verwirrend und wir mussten uns immer den Weg genau merken, um auch wieder irgendwann aus dem Wirrwarr wieder heraus zu finden. Irgendwann sind wir aus Versehen auf dem Kleidermarkt gelandet und haben kaum wieder rausgefunden. Es war so voll da, dass ich echt froh war als wir wieder draußen waren und ich mal wieder die Arme bewegen konnte.Ich wollte gerne mal in eine Moschee gehen, das habe ich bisher nämlich tatsächlich noch nie gemacht. In Hurghada sind die Moscheen für Touristen gesperrt und so schöne alte Moscheen wie in Kairo gibt es hier ja sowieso nicht.
Dieses Mal in Kairo war ich gut vorbereitet, hatte ein langärmliges Oberteil zum drüberziehen dabei und ein Kopftuch. Man kann solche Tücher zum verhüllen wohl auch in den Moscheen ausleihen, aber die Idee fand ich beim Gedanken an die Läuseverbreitung hier in Ägypten nicht so prickelnd. Also lieber ins eigene Tuch verhüllt! Die Moschee, in der wir waren, hatte einen riesigen Innenhof.
Hier geht es Richtung Mekka. Auch auf den Gebetsteppichen zeigt alles Richtung Mekka.
Abends waren wir in dem Restaurant von Naguib Mahfouz essen, dem Nobelpreisträger in Literatur. Das ist ein wirklich schönes orientalisches Restaurant.
War echt schön mal wieder in Kairo, aber der Rest der Ferien wird sogar noch entspannter. Morgen geh ich hier in Hurghada wahrscheinlich tauchen, dann Donnerstag bis Sonntag nach El Quesir zum Tauchen und Entspannen. Ferien sind echt toll!Dienstag, 26. Oktober 2010
Delfine und Meer
Wir haben auch noch jede Menge Riesenmoränen gesehen. Hier die besten Bilder davon:

Und für alle, die denken, dass Moränen nur aus einem Kopfund einem kurzen Hals bestehen:
Die werden nämlich über zwei Meter lang!




