Freitag, 30. September 2011
Sonntag, 11. September 2011
neuer Blog
Sonntag, 17. Juli 2011
Die letzen Tage
Freitag, 1. Juli 2011
Abschiedsgeschenk
Sonntag, 26. Juni 2011
Stelle in Deutschland
Ansonsten gibt es gerade nicht wahnsinnig viel zu schreiben. Der offizielle Teil unseres Schuljahres endet am Donnerstag, bis dahin müssen alle Zeugnisse und Berichte fertig sein und das ist - wie jedes Jahr aufs Neue - immer wieder viel Arbeit, aber ein Ende ist ja in Sicht. Ab nächster Woche tanzen wir dann auf den Tischen, denn sowohl unsere Schulleiterin als auch unser stellvertretender Schulleiter verlassen uns frühzeitig, d.h. wir können mit den Kindern zwei Wochen lang mehr oder weniger machen, was wir wollen. Mit dem Stoff sind wir durch, Arbeiten werden keine mehr geschrieben und auch Hausaufgaben wird es keine mehr geben. Dafür ist auch nur noch ein Drittel der Lehrer in der Schule, es wird also allein schon mit den Aufsichten genug zu tun geben.
Was gibt's sonst Neues? Bei mir um die Ecke hat der erste Döner-Laden in Hurghada aufgemacht (Döner King). Ganz echt, mit Deutsch-Türken im Laden! Schmeckt auch echt fast wie in Deutschland. Ansonsten ist es heiß, selbst nachts kühlt es nicht mehr ab. Also drückt mir die Daumen, dass die Klimaanlagen in der Schule durchhalten!!!
Freitag, 6. Mai 2011
Heißluftballon

Und je größer der Ballon wurde, desto größer wurde auch die Vorfreude auf die Fahrt! Es war dann auch echt total schön, langsam in die Höhe abzuheben und dann über der Wüste zu schweben. In der Wüste denkt man immer, da ist ja nichts, nur Sand. Von oben sieht man dann aber die Sandformationen.
Auch einige Pflanzen konnten wir vom Ballon aus sehen.
Nach der Landung hab ich sie mir auch ein bisschen näher angesehen. Steffi meinte, die eine Pflanze gibt es bei IKEA zu kaufen und sei praktisch unkaputtbar. Kein Wunder, wer es in dieser Wüste übersteht, der überlebt auch jede Studi-WG!War echt ein tolles Erlebnis!!
Samstag, 30. April 2011
Vorher - Nachher
Donnerstag, 28. April 2011
Osterferien in Dahab
Für zwei Tauchgänge sind wir ein bisschen weiter in den Süden gefahren und waren dort bei "The Caves" tauchen, zu deutsch also in den Höhlen! Also so sah es da überirdisch aus:
Und so sah es dann in den Höhlen aus. Hier seht ihr mich beim Tauchen!
Beim zweiten Tauchgang hatten wir dann echt viel Glück und haben eine Meeresschildkröte gesehen. Die ließ sich von uns nicht beirren und war vollkommen entspannt und hat uns ziemlich nah an sich rangelassen. Das war echt irre! Gerade vor diesem Tauchgang habe ich noch gefragt, wie denn die Chancen sind, eine Meeresschildkröte zu sehen und er meinte, dafür bräuchte man echt viel Glück!
Nicht nur das Tauchen war schön in Dahab, auch so hatten wir eine sehr schöne und entspannende Woche zusammen. Der nächste Dahab Besuch wird ja leider etwas länger als sonst auf sich warten lassen müssen, aber ich komme ganz bestimmt wieder!
Samstag, 2. April 2011
Zeitreise
Mittwoch, 23. März 2011
Luxor, Abydos & Dendara
Abydos liegt etwa 160 km nördlich von Luxor und war dem Totengott Osiris gewidmet. Dieser Tempel war für die alten Ägypter der wichtigste Pilgerort, den jeder Ägypter damals einmal in seinem Leben besucht haben sollte, denn es hieß, dass Osiris' Kopf hier begraben war.
Der Tempel in Abydos ist einer der besterhaltensten Tempel Ägyptens und besonders beeindruckend war für mich, wie gut die Farben im Inneren des Tempels noch erhalten waren.
Im Eingangsbereich läuft man durch eine riesige Säulenhallen. Unglaublich, wenn man sich vorstellt, mit welchen primitiven Werkzeugen und Hilfsmitteln die Menschen früher so etwas bauen konnten!
Im Gegensatz zu den Grabkammern im Tal der Könige, in denen nach dem Tod eines Pharaos ja immer sehr schnell gearbeitet werden musste (die Pharaos wurden manchmal ja nicht besonders alt und die Gräber wurden nach dem Tod ja verschlossen) hatten die Menschen in den Tempeln mehr Zeit und das merkt man an vielen kleinen Details. Das ist mir besonders bei dieser Darstellung aufgefallen:
Diese fast noch vollständig bunt erhaltenen Kammern waren sehr beeindruckend. Hier steht Kiki in einer der Kammern.
Von Abydos aus fuhren wir zu den Tempelanlagen in Dendara, die der Göttin Hathor gewidmet waren. Auch hier war außer uns und zwei anderen Besuchern keine Menschenseele.
Auch hier war im Eingangsbereich des Haupttempels eine große Säulenhalle. Besonders unter der Decke waren hier die Farben noch gut erhalten.
Auf dem Dach des Tempels gibt es ein kleines Kanalssystem, das das Regenwasser zu Wasserspeiern leitete. Die Menschen glaubten, dass das Wasser, das zuvor über heilige Worte auf dem Tempeldach geflossen war, besondere Heilkräfte hatte. Hier seht ihr einige der Wasserspeier.
Auf der Tempelanlage gibt es außer dem Hathor-Tempel auch noch einen römischen Tempel, eine koptische Basilika (die seht ihr auf dem Bild unten) und einen heiligen See (der ist allerdings schon längst ausgetrocknet und einen Tempel, der der Göttin Isis geweiht war.
Danach ging es zurück nach Luxor, wo wir erstmal etwas gegessen haben mit Blick auf den wunderschönen blauen Nil. Wir haben diesmal auf der Westseite gewohnt, das ist die ruhigere und grünere Hälfte von Luxor. Es ist echt so grün, im Vergleich zu Hurghada!
So hat es bei uns um die Ecke ausgesehen:
Und solche Warane sollen in den Kanälen des Nils hausen:
Um in das Zentrum zu kommen, mussten wir dann also über den Nil übersetzen. Hier seht ihr rechts schon in klein den Luxor Tempel.
Abends waren wir dort auf dem Souq. Dort war die Tatsache, dass kaum Touristen da waren, für uns eher unvorteilhaft. Alle Aufmerksamkeit hat sich auf uns gerichtet und es war echt ein stressiger Spießrutenlauf durch die engen Gassen. Obwohl es wirklich schöne Sachen dort zu kaufen gab (und ich auch einige Sachen gekauft habe), war ich irgendwann doch echt wieder froh, aus dem Trubel heraus zu kommen! Und abends konnten wir uns dann auch noch den Luxor Tempel bei Nacht anschauen. Das war dann ein schöner Abschluss des Tages!
Samstag, 12. März 2011
Meine Schwester Kiki ist letzte Woche zu Besuch gekommen. Und obwohl es ja ihr Urlaub ist, waren wir heute doch fleißig und haben mitgeholfen, Hurghada zu säubern und haben stundenlang Müll aufgesammelt bei einer Putzaktion in meinem Stadtviertel. Vielleicht nur ein Tropfen auf den heißen Stein, denn wir haben nur in zwei Straßen gearbeitet und selbst diese nicht vollständig vom Müll befreien können. Aber wir haben viele Ladenbesitzer und Anwohner zum mitputzen motiviert und ich bin mir sicher, die werden sich beim nächsten Mal zweimal überlegen ob sie den Müll einfach wieder auf die Straße schmeißen oder die paar Meter zur nächsten Mülltonne laufen. Viele Menschen, die uns nicht tatkräftig helfen konnten oder wollten, wollten uns aber trotzdem was Gutes tun und haben uns anderweitig unterstützt. Von den Kioskbesitzern haben wir Getränkedosen bekommen, der Saftladen hat uns frisch gepressten Saft gesponsert, der Obsthändler hat uns Bananen gebracht und ein Mann hat großzügig seine Zigaretten an uns verteilt (bei den beiden letzteren Angeboten habe ich danken abgelehnt). Oh, eine Kappe mit Hurghada drauf hat ein Junge an uns verteilt, die hab ich aber gleich an meinen Doorman weiter verschenkt. Nachdem wir also hart gearbeitet haben, haben wir uns einen schönen Nachmittag an der Marina gemacht.
Freitag, 18. Februar 2011
Der Weg zurück in die Normalität
Nach dem Anschlag auf die Kirche in Alexandria Ende letzten Jahres war das Verhältnis zwischen Christen und Muslimen eher angespannt. Doch auf dem Tahrirplatz machte es dann plötzlich keinen Unterschied mehr, welcher Religion man angehört. Alle haben zusammen für das selbe Ziel gekämpft! Als die Moslems Freitags ihre Gebete gemacht haben, haben die Christen sie durch eine Menschenkette geschützt, Sonntags haben die Christen dann gefeiert und die Moslems haben sie abgeschirmt.
Bei uns am Roten Meer trifft es die Menschen gerade echt hart, weil die Touristen ja erstmal wegbleiben (egal ob sie trotzdem kommen wollten oder nicht, die Flüge waren ja gestrichen). Morgen kommen aber zum ersten Mal wieder fünf Flugzeuge aus Deutschland, es gibt nämlich auch Leute, die jetzt gerade ganz bewusst nach Ägypten reisen, um die Leute hier zu unterstützen.
Am Montag gab es hier eine große Party in Hurghada unter dem Motto "I love Egypt". Es gab eine große Bühne mit Livemusik, alle Touristen aus allen Hotels, die gerade noch da sind, wurden mit Bussen hergebracht und Essen und Trinken wurde von Hotels und Restaurants hier gesponsert. Ziel war es eigentlich zu zeigen, dass die Touristen keine Angst haben müssen, wieder herzukommen. Viele Ägypter hatten Schilder auf denen Stand: "Dear Tourists. Don't leave. We'll protect you!" Natürlich gab es auch genug Zeit zu feiern, dass Mubarak weg ist. Besonders gut kam das Lied "Stand up for your rights" an in einer umgedichteten Version über den korrupten Mubarak.
Übers Internet wurden immer wieder die Leute in Kairo dazu aufgefordert, den Tahrir Square so ordentlich wie möglich zu halten. Die Leute wollten nicht, dass der Platz dreckig wird, weil sonst ja die ganze Welt gedacht hätte: wenn die Ägypter nicht einmal den Platz sauber halten können, wie wollen die dann das Land ohne den allmächtigen Mubarak leiten. Also der Platz war tatsächlich immer blitzsauber und nach den großen Freudenfeiern kamen tatsächlich hunderte von Leuten und haben mitgeholfen aufzuräumen. Diese Welle ist heute auch nach Hurghada geschwappt! Ich dachte heute noch, als ich unterwegs war, dass es seltsam war, dass alle Leute am putzen waren. Ich bin die Sheraton Straße entlang gelaufen und überall wurde geputzt und aufgeräumt. Schlaglöcher wurden geflickt, Müll weggeräumt, gekehrt, geschrubbt, es war wirklich seltsam. Als ich dann gerade im Internet war habe ich den Aufruf bei Facebook gesehen, dass heute alle helfen sollen, die Stadt aufzuräumen. Na, also jetzt können die Touris wieder kommen!
Bei mir geht am Sonntag die Schule wieder los nach drei Wochen Zwangspause. Die letzte Woche habe ich mit meiner Klasse Notunterricht gemacht. In einem leerstehendem Frisörladen! War lustig und wir haben das beste aus der Situation gemacht, aber ich freue mich, wenn es wieder ganz normal an der Schule weitergeht.
Freitag, 11. Februar 2011
Achterbahn der Gefühle
Mittwoch, 2. Februar 2011
...und immer noch Unruhen
Donnerstag, 27. Januar 2011
Unruhen im Land
Samstag, 27. November 2010
Auf den Spuren der frühen Christen
Letztes Wochenende war ich mit David und Eva, die gerade aus Deutschland zu Besuch war, im St. Antoniuskloster, etwa 250 km von uns entfernt mitten in der Wüste sozusagen. Es ist eins der ältesten Klöster überhaupt und wurde nach dem Tod des heiligen Antonius 356 n. Chr. gegründet.Der heilige Antonius lebte von 251 – 356 n. Chr. und wurde somit stolze 105 Jahre alt. Im Alter von achtzehn Jahren soll er sich entschlossen haben, ein Leben als Eremit zu führen und verließ das Elternhaus. Mit einer Karawane zog er in die Wüste und bezog in einer Höhle der kargen Berge Quartier, in der er bis zu seinem Tod lebte.
Der heilige Antonius empfing keine Besucher, im Gegenteil. Er verbot seinen Anhängern, sich in der Nähe der Höhle aufzuhalten, weshalb sie wohl am Fuß des Berges ausharrten. Und genau an dieser Stelle wurde nach dem Tod des Heiligen Antonius das Antoniuskloster gegründet.
Die Anlage des St. Antoniusklosters umfasst Kirchen, Wohnräume und Gärten. Es gibt auch eine Bäckerei dort. Hier stellen Lauren, Shady und Melody das Mehlmahlen nach. Der Mönch, der uns herumgeführt hatte, hat die Inszenierung des Fotos übernommen!
Bis etwa 1970 wurde das St. Antoniuskloster von gerade mal vier Mönchen in Stand gehalten. Heute bewohnen etwa 120 Mönche das Kloster und kümmern sich hauptsächlich um die medizinische Versorgung der Beduinen und der Dorfbewohner im Umland. Das ist einer der Mönche, der uns das Kloster gezeigt hat. Neben David steht eine Christin, die sogar extra aus Indien gekommen ist, um das Kloster anzusehen!
dem Grab des Heiligen Antonius wurde die Antoniuskirche erbaut.
Viele koptische Gemälde zieren die Wände der Kirche und stammen allesamt aus dem 13. bis 16. Jahrhundert. In den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts wurden die koptischen Gemälde restauriert.
Der Klosterbesuch war echt spannend. Man vergisst manchmal, dass es hier im muslimischen Ägypten so eine lange christliche Tradition gibt!
Mittwoch, 24. November 2010
Luxus in El Quesir

In El Quesir haben wir uns dann ein bisschen Luxus gegönnt und waren im Mövenpick Resort. Das Resort ist echt total schön. Man wohnt dort in kleinen Häuschen mit Runddach. Das war unser Ausblick aus unserem Häuschen:
Das war einer der Pools mit dem Meer im Hintergrund.
In El Quesir gibt es Wellen im Meer, teilweise sogar ziemlich hohe. In Hurghada sieht das Meer fast immer aus, wie ein riesiger See.
Direkt am Resort gab es ein Hausriff, was natürlich toll zum Tauchen war. Hier muss man nicht mit dem Boot rausfahren. Man muss nur ein paar Meter auf einem Steg ins Meer laufen und kann von dort reinspringen. Das war natürlich toll! Es gab echt viel zu sehen, sehr viele Blaupunktrochen, eine Riesenmuschel und viele Fische natürlich. Am besten kommen auf den Fotos aber meine neuen Lieblings-Unterwassertiere raus, die Moräne!
Wer hätte gedacht, dass ich diese Tiere (die ich früher echt gruselig fand) mittlerweile echt faszinierend finde?!
Montag, 15. November 2010
Kairo
Wir haben diese Woche Ferien! Morgen ist wieder das alljährliche Schlachtfest und ich werde mich morgen und übermorgen auf jeden Fall von der Innenstadt fernhalten, denn Blutlachen und blutige Handabdrücke überall muss ich wirklich nicht noch einmal sehen! Erstmal habe ich die freie Zeit genutzt und war mit Steffi in Kairo. Jetzt wo es nicht mehr ganz so heiß ist, hält man es auch gut einen Tag in der Stadt aus. Wir haben es uns richtig gut gehen lassen, haben uns das leckere Frühstück im Ramses Hilton gegönnt (es gibt dort sogar einen Schokobrunnen für die Waffeln und Pfannkuchen!) und man kann mit Blick auf den Nil frühstücken.Dann haben wir uns in den Trubel der Stadt gewagt und waren im Handwerkerviertel und beim Khan El Khalili.



Die kleinen Gassen dort sind manchmal wirklich verwirrend und wir mussten uns immer den Weg genau merken, um auch wieder irgendwann aus dem Wirrwarr wieder heraus zu finden. Irgendwann sind wir aus Versehen auf dem Kleidermarkt gelandet und haben kaum wieder rausgefunden. Es war so voll da, dass ich echt froh war als wir wieder draußen waren und ich mal wieder die Arme bewegen konnte.Ich wollte gerne mal in eine Moschee gehen, das habe ich bisher nämlich tatsächlich noch nie gemacht. In Hurghada sind die Moscheen für Touristen gesperrt und so schöne alte Moscheen wie in Kairo gibt es hier ja sowieso nicht.
Dieses Mal in Kairo war ich gut vorbereitet, hatte ein langärmliges Oberteil zum drüberziehen dabei und ein Kopftuch. Man kann solche Tücher zum verhüllen wohl auch in den Moscheen ausleihen, aber die Idee fand ich beim Gedanken an die Läuseverbreitung hier in Ägypten nicht so prickelnd. Also lieber ins eigene Tuch verhüllt! Die Moschee, in der wir waren, hatte einen riesigen Innenhof.
Hier geht es Richtung Mekka. Auch auf den Gebetsteppichen zeigt alles Richtung Mekka.
Abends waren wir in dem Restaurant von Naguib Mahfouz essen, dem Nobelpreisträger in Literatur. Das ist ein wirklich schönes orientalisches Restaurant.
War echt schön mal wieder in Kairo, aber der Rest der Ferien wird sogar noch entspannter. Morgen geh ich hier in Hurghada wahrscheinlich tauchen, dann Donnerstag bis Sonntag nach El Quesir zum Tauchen und Entspannen. Ferien sind echt toll!